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Besser Denken dank Muskelkraft
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Besser Denken dank Muskelkraft

Studien belegen, wie Bewegung unser Gehirn befeuert

23. 10. 2015 | 22:52 von Anja Skafar

Dass Bewegung unserem Körper gut tut, Lebenselixier für Muskeln, Knochen, Sehnen nach dem "Use it or lose it"-Prinzip ist, wissen wir seit langem. Doch dass Bewegung auch unsere geistige Gesundheit fördert, Depressionen lindert und Demenz vorbeugt, haben erst aktuelle Studien belegt.

 

Diese Studie hat der Spiegel in seiner Ausgabe 32/2015 unter dem Titel "Schlaulaufen" vorgestellt. Demnach nahmen für die Studie  ältere, körperlich inaktive Menschen an regelmäßigem Ausdauertraining teil. Tests der kognitiven Fähigkeiten vor und nach der halbjährigen Trainingsphase zeigten, dass die Teilnehmer nachher besser und schneller denken konnten. Offensichtlich stellen unsere Muskeln bei ausdauernder Bewegung Botenstoffe her, welche die Arbeit des Gehirns unterstützen.  

Die Verkopplung von Muskel- und Nervenzellen scheint schon vor Millionen Jahren entstanden zu sein, in der Zeit, in der wir Muskelkraft aufgaben, so dass unser Gehirn wachsen konnte. Die verbleibende Muskulatur reichte dann zwar nicht mehr so gut zum Klettern, war jedoch um so besser zum ausdauernden Laufen geeignet.

Aufgrund unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen nutzen wir diese Fähigkeit jedoch so gut wie nicht mehr. Der durchschnittliche Deutsche läuft nur noch 1 km pro Tag, ein Büroarbeiter sogar nur 750 m. Dabei sind wir von der Evolution auf ein Pensum von 10 bis 15 km pro Tag ausgelegt.  

Das sind Gründe, die deutlich für mindestens eine bewegte Mittagspause, für Treppe statt Fahrstuhl oder auch für eine Besprechung in Bewegung sprechen. Weitere Ideen, um Ihren Arbeitsalltag in Bewegung zu bringen, sind Inhalt unserer Lotseneinsätze. Sprechen Sie uns an!

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